Belarussischer Krypto-Austausch blickt inmitten politischer Unruhen nach Litauen

Belarussischer Krypto-Austausch blickt inmitten politischer Unruhen nach Litauen

Ein großes Kryptounternehmen bietet seinen Mitarbeitern Outs an, da die Lage in Belarus immer angespannter wird.

Inmitten der anhaltenden politischen Unruhen in Weißrussland richten einige lokale Unternehmen, die mit Kryptogeld zu tun haben, Berichten zufolge in den Nachbarländern Backup-Büros ein.

Currency.com, ein Krypto-Handelsunternehmen mit Sitz in Minsk, plant Berichten zufolge die Eröffnung eines Büros in Litauen, um seinen Mitarbeitern auch bei The News Spy einen sicheren Ort zu bieten.

Laut einem Bericht der lokalen Nachrichtenagentur TUT.BY vom 8. September bietet Currency.com seinen in Weißrussland ansässigen Mitarbeitern an, inmitten der derzeitigen, durch die Wahlen angeheizten Unruhen ein „Sabbatical“ in Vilnius zu nehmen.

Der CEO von Cryptocurrency.com, Jonathan Squires, sagte Berichten zufolge, dass das Unternehmen seine Büros in Minsk behalten werde, während die Verlegung freiwillig sei. „Wir gehen davon aus, dass die meisten Mitarbeiter, die umziehen möchten, dies in naher Zukunft tun können“, bemerkte Squires.

Squires sagte auch, dass es den Mitarbeitern von Currency.com frei steht, sich entweder an lokalen Protesten zu beteiligen oder von einer Teilnahme abzusehen. Allerdings wird den Mitarbeitern angeblich empfohlen, in der Öffentlichkeit keine Kleidung der Marken Currency.com oder Capital.com zu tragen. Capital.com ist die Schwesterplattform von Currency.com, die von der britischen Financial Conduct Authority und der zyprischen Börsenaufsichtsbehörde (Cyprus Securities and Exchange Commission) reguliert wird.

Wie berichtet, war die Entscheidung von Currency.com, sich für Litauen zu entscheiden, ein natürlicher Schritt, da die Firma viele Verbindungen im Land hat. Vilnius liegt ebenfalls etwa 120 Meilen von Minsk entfernt.

Cointelegraph wandte sich mit zusätzlichen Fragen an Currency.com, erhielt jedoch keine sofortige Antwort.

In Belarus gibt es eine Reihe weltberühmter Anwendungen und Spiele wie Viber und World of Tanks. Wie der Cointelegraph bereits früher berichtete, stellen die anhaltenden politischen Unruhen eine Bedrohung für lokale IT- und Kryptowährungsprojekte dar.

Unternehmen im Technologiebereich waren stark von großen Internetausfällen betroffen, die angeblich mit der Regierung in Verbindung stehen. Wie berichtet, hatten 9,5 Millionen Menschen in Belarus am 9. August – dem Tag der Präsidentschaftswahl, die Alexander Lukaschenko mit rund 80% der Stimmen eine sechste Amtszeit bescherte – keinen richtigen Zugang zum Internet.

Bei Protesten im Anschluss an die umstrittenen Präsidentschaftswahlen laut The News Spy kam es zu einem brutalen Rückschlag der Polizei, unter anderem wurde berichtet, dass die Behörden Demonstranten folterten und sogar töteten.

Am 25. August berichtete TUT.BY auch, dass viele in Minsk ansässige Mitarbeiter des russischen Internet-Giganten Yandex nach Polizeirazzien in den Büros des Unternehmens in Belarus nach Russland umziehen mussten.

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